Lindau, Peterskirche

Die eiserne Scherengittertür vor dem alten Holz ist nach rechts geschoben. Eine geschmiedete Klinke öffnet auf leichten Druck die Kirchenpforte, mattes Halbdunkel umhüllt den eintretenden Menschen.
Ein einziger Raum empfängt den Besuch, schlicht und kahl. Das Kirchenschiff liegt quer zum Betrachter. Zur rechten, zum Altar hin, wird bald – auf einen niedrigen Sockel hingestreckt und aus Stein gehauen – ein überlebensgroßer Soldat in der Uniform des Ersten Weltkrieges erkennbar. An zweieinhalb Wänden lehnen braune Holztafeln mit Namen der Gefallenen. Die Kirche sei, so stand draußen geschrieben, eine Erinnerungsstätte.

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