Sehenswürdigkeiten Algarve

Mit Algarve verbindet man in der Regel exquisite Sandstrände, an denen Jahr für Jahr tausende von Touristen einen traumhaften Badeurlaub verbringen. Doch diese südliche Region Portugals hat noch weitaus mehr zu bieten. So lohnt es sich durchaus, mal das Strandleben zu unterbrechen und sich aufzumachen, die schönen Landschaften der Algarve kennenzulernen. Dies kann man am besten bei einem Aufenthalt in einem Ferienhaus an der Algarve. Eine ausgezeichnete Gelegenheit bietet sich etwa im Naturpark Ria Formosa. Dieses einmalige Lagunengebiet ist etwas über 18.000 Quadratkilometer groß und erstreckt sich auf ca. 60 Kilometer an der Küste der Ostalgarve. Im Jahr 1987 gegründet hat der Naturpark eine tragische Entstehungsgeschichte. Eine durch ein Erdbeben und darauffolgenden Tsunami ausgelöste Naturkatastrophe Mitte des 18. Jahrhunderts, bei der unzählige Menschen ums Leben kamen, war quasi der Preis für diese faszinierende Landschaft, die von ausgedehnten Dünenzonen, Sümpfen, Kanälen und Tümpeln geprägt ist. Sie weist eine hohe Artenvielfalt auf – alleine von den Vögeln sind es mehr als 200 Arten, die hier dauerhaft oder vorübergehend ihr Zuhause gefunden haben, darunter Flamingos, Purpurrallen oder Rohrsänger. Übrigens befindet sich im Naturpark Ria Formosa auch die  Hundezuchtstation für Cão de Água – eine alte Hunderasse, die, fast schon ausgestorben, ihre heutige Bekanntheit dem US-Präsidenten Obama zu verdanken hat.

Aber so einzigartig auch die Natur in diesem Landstrich ist – Algarve, schon seit mehreren tausenden von Jahren besiedelt, ist auch in Bezug auf kulturelle Sehenswürdigkeiten nicht zu unterschätzen. Ein Beispiel dafür ist die maurische Burg in Silves aus dem 11. Jahrhundert, welche auch heute noch Eindrücke von den Glanzzeiten islamischer Kultur vermittelt und gleichzeitig Einblick in die Geschichte Portugals liefert.

Ein weiteres Beispiel ist Castro Marim, eine Burg aus dem Mittelalter, im Distrikt Faro, in der Nähe von Vila Real de Santo António. Im 13. Jahrhundert diente diese als Sitz der aus Frankreich vertriebenen Tempelritter, die hier später den Christusritterorden gründeten. Heute ist hier ein Museum für Archäologie und Völkerkunde beheimatet, in dem sich der Besucher unter anderem über die lokalen Traditionen und Bräuche der vergangenen Jahrhunderte informieren kann.

Für Liebhaber historischer Bauwerke dürfte ferner Igreja Santa Maria do Castelo in Tavira interessant sein. Die in dem 13. Jahrhundert erbaute, dreischiffige Kirche verfügt über ein gotisches Eingangsportal und ein gotisches Fenster. Zwei Grabsteine erinnern an die christlichen Ritter, die bei der Eroberung der Stadt durch die Mauren umkamen und hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.