Rügens Ostseebäder – mehr als nur Strandleben (Reisetipp)

Wer sich zu den Liebhabern der deutschen Ostseeküste und speziell der Insel Rügen zählt, der kommt natürlich auch nicht an Binz vorbei. Auch wenn der Ort heute nicht viel mehr als 5.000 Einwohner hat, so darf er dennoch stolz auf eine Jahrhunderte alte Geschichte zurückblicken. Die erste urkundliche Erwähnung geht schon nämlich auf Anfang des 14. Jahrhunderts zurück – damals noch ein verschlafenes Fischerdorf, das den Namen Byntze trug.

Und es sollten noch einige Jahrhunderte ins Land gehen, bis sich der kleine bescheidene Ort langsam zu einem Seebad mauserte. Der Anfang dazu nahm etwa 1830 seinen Lauf, genauer gesagt als Fürst zu Putbus zum damaligen Zeitpunkt die ersten einfachen Badebauten aufstellen ließ. Wohlgemerkt: diese waren eigens für seine Gäste vorgesehen und erst als über 10 Jahre später auch noch das Jagdschloss Granitz fertig gebaut wurde, ist Binz auch zunehmend für andere Badegäste als Seebad zum Anziehungspunkt geworden, insbesondere für jene, die auch das nötige Kleingeld für derartige Annehmlichkeiten übrig hatten.

Nicht so dagegen heute, wo jährlich viele Touristen nach Binz strömen, denn mittlerweile hat es sich zu einem der bedeutendsten Badeorte auf Rügen entwickelt. Neben der einzigartigen Bäderarchitektur und dem Strandvergnügen hat das Ostseebad noch viel mehr zu bieten. Ob sportliche Aktivitäten wie Beach-Soccer, Jeep-Safari, die berühmten Segway-Touren oder das Eisenbahn- und Technikmuseum, welches mit seinen imposanten Sammlungen an alten Loks oder etwa an Feuerwehrautos aus längst vergangenen Zeiten Jung und Alt gleichermaßen fasziniert – wer nach Binz kommt, der darf weitaus mehr als nur einen netten Kurort erwarten.

Ähnliches gilt übrigens auch für Sassnitz – einen Ort, der ebenfalls auf der Insel Rügen liegt und nicht zuletzt wegen der faszinierenden Kreidefelsen-Landschaft bekannt geworden ist. Von Buchenwäldern, Mooren und Wiesen bedeckt hat Sassnitz zudem einen feinen steinfreien Strand zu bieten, der auch als besonders familienfreundlich gilt. Aber auch hier sollte man es auf die – zugegebenermaßen – idealen Badebedingungen nicht reduzieren.

Denn darüber hinaus wartet der beliebte Rügener Badeort mit solchen Sehenswürdigkeiten auf wie dem Nationalpark Jasmund, dem Tierpark Sassnitz oder etwa dem Museum für Unterwasser-Archäologie.

Ob Binz oder Sassnitz – Ostseebäder sind anscheinend viel mehr, als was der Name verspricht.