Berlin – eine Weltstadt mit bewegender Geschichte (Reisetipp)

Zum einen erklärt sich die Bedeutung von Berlin natürlich allein dadurch, dass es unsere Bundeshauptstadt ist. Aber das alleine trifft noch lange nicht den wahren Kern. Berlin ist vor allem eine Weltstadt, wie sie im Buche steht – Kulturmetropole genauso wie ein bedeutendes Zentrum von Medien, Politik und Wissenschaften. Und die Berliner Sehenswürdigkeiten erfreuen sich nicht nur bei inländischen Besuchern größter Beliebtheit, sondern sind weit über die Landesgrenzen bekannt.

Die meisten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich in der Innenstadt, die allein schon knappe 40 km² beträgt. Da sei zum Beispiel der Berliner Dom auf dem nördlichen Teil der Spreeinsel genannt, der zu den wichtigsten evangelischen Kirchenbauten in ganz Deutschland gehört.

Ebenfalls im Zentrum Ost befindet sich auch die legendäre Prachtstraße Unter den Linden, die nicht nur eine zentrale Verkehrsachse in der Berliner Innenstadt darstellt, sondern zudem zahlreiche Sehenswürdigkeiten beherbergt, etwa Madame Tussauds, das Kronprinzenpalais, die Staatsoper oder die Akademie der Künste, um nur einige der Beispiele zu nennen.

Weiter im östlichen Teil trifft man auf den berühmten Alexanderplatz, der nicht nur bei den Berlinern mittlerweile einfach Alex genannt wird und der seinen Namen dem russischen Zar Alexander I. verdankt. Doch während die eigentliche Entstehung um das Jahr 1700 herum angesiedelt ist, wurde ihm sein heutiger Name erst gut 100 Jahre später verliehen, aus Anlass des Empfangs des Alexander I. durch Friedrich Wilhelm III.

Die Geschichte des Alexanderplatzes ist den meisten Berlinern heute wohl eher unbekannt. Seine wirkliche Blütezeit durfte der Alexanderplatz jedoch erst Anfang des 20. Jahrhunderts erleben, als in der Hausnummer 20 eines der ersten deutschen Kabaretts – das Überbrettl gegründet wurde. Nur wenige Jahre später öffnete dort das „Volkswarenhaus“ Tietz seine Pforten, gefolgt 1910 von dem Kaufhaus Wertheim. Kurze Zeit später gesellten sich weitere neue Bauten dazu – neben dem Lehrervereinshaus mit gastronomischen Einrichtungen die pädagogische Bibliothek, die glücklicherweise in beiden Weltkriegen kaum Schaden genommen hatte. Dies lässt sich jedoch leider nicht von den übrigen Einrichtungen am Alexanderplatz behaupten.

Nach den Zerstörungen im Jahre 1945 wurde zunächst in der Nachkriegszeit der Aufbau unter sozialistischen Gesichtspunkten vorgenommen und erst nach der Wende erfolgte im Jahre 1990 ein Umbau. Der Alexanderplatz ist nur einer von vielen weiteren Orten, die man sich während eines Besuches in der Bundeshauptstadt nicht entgehen lassen sollte.

Zum Pflichtprogramm gehört desweiteren das Reichstagsgebäude genauso wie das monumentale Brandenburger Tor am Pariser Platz, Deutschlands höchstes Bauwerk der Berliner Fernsehturm oder die älteste Berliner Parkanlage: der große Tiergarten.