Fischland-Darß – zwischen Ostsee und Bodden (Reisetipp)

Fischland-Darß gehört zu jenen Gegenden in Nordostdeutschland, die man nicht mit Massentourismus in Verbindung bringt. Aber auch wenn diese Ostsee-Halbinsel noch ein wenig unentdeckt scheint, kann sie es dennoch mit solchen bekannten Regionen wie der Mecklenburgischen Seenplatte, Rügen oder Fehmarn durchaus aufnehmen.

So ist die Küste von Fischland-Darß zum Beispiel vom Feinsten. 60 Kilometer lang nichts als feiner, heller Sand, der in der Sommersaison zu einem entspannenden Sonnenbad einlädt und bei kühleren Temperaturen für längere erfrischende Spaziergänge wie geschaffen ist. Überhaupt ist diese Halbinsel ein Ort, der nicht erst dann interessant wird, wenn die Temperaturen mindestens die 20-Grad-Marke erreicht haben. Denn der Strand ist nur eines der Highlights auf Fischland-Darß.

Es ist die gesamte Landschaft, die eines näheren Blickes wert ist, unabhängig von der Witterung. Und es macht gerade den Reiz aus, diese urwüchsige Natur nicht nur im blühenden Frühling oder im Hochsommer, sondern auch mal im tiefen Herbst oder gar dann zu erleben, wenn sie von einer Schneepracht verziert ist. Und natürlich sind es auch die Ortschaften selber auf der zwischen Rostock und Stralsund liegenden Halbinsel Fischland-Darß, auf deren Besuch man nicht verzichten sollte.

Da ist beispielsweise Wiek am Darß – ein ehemaliges Fischerdorf und mittlerweile ein staatlich anerkannter Erholungsort. Diese Bezeichnung ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn wer nach Wiek am Darß kommt, der tut es meistens, um den üblichen Trubel zu vermeiden, wie man ihn von so manch anderem Badeort an der Ostsee kennt. Man genießt hier die Ruhe und frische Seeluft und kann die Flora und Fauna des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft in dem eigens dafür eingerichteten Ausstellungszentrum Darßer Arche bestaunen. Der Ort eignet sich auch zum Urlaub machen: Hier gibts Ferienhäuser in und um Wiek am Darß.

Ebenso bestens für die Erholung geeignet ist Born am Darß an der Südküste der Halbinsel gelegen. Auf Streifzügen durch die Wälder oder entlang der Borner Boddenküste lässt sich die Hektik des Alltags schnell vergessen; man kommt angesichts der fast noch unberührten Natur schnell zur Ruhe. Und selbst so einige kulturelle Sehenswürdigkeiten hat der Ort zu bieten, etwa das Forst- und Jagdmuseum oder das Borner Sommertheater, in dem man die eine oder andere interessante Veranstaltung besuchen kann. Auch hier kann man Ferienhäuser in Born am Darß mieten.

Ein weiterer Ort, den man nicht unerwähnt lassen darf, wenn man über Fischland-Darß spricht, ist Ahrenshoop. Diese kleine Gemeinde, die auch heute noch gerade mal knapp über 700 Einwohner zählt, hat eine recht bewegende Geschichte hinter sich. Bereits im 14. Jahrhundert war Ahrenshoop ein bedeutender Handelsort, aus dem ein pommerscher Herzog eine große Handelsstadt machen wollte. Durch eine Zerstörung durch Truppen aus Rostock wurde diesem Traum jedoch nur wenige Jahre später ein jähes Ende gesetzt. Eine weitere Besonderheit, mit der dieser kleine Ostseeort aufwartet ist die Ende des 19. Jahrhunderts gegründete Ahrenshooper Künstlerkolonie.

Abschließend soll noch das Seeheilbad Zingst kurz vorgestellt werden, welches gleichzeitig die östlichste Gemeinde von Fischland-Darß darstellt. Dieser Ferienort hat etwas mehr als 3.000 Einwohner und steht den oben genannten Orten sicherlich in nichts nach. Zwischen Ostsee und Bodden gelegen ist Zingst von einer malerischen Naturlandschaft geprägt und die gut ausgebauten Rad – und Wanderwege machen es dem Besucher leicht, ihre Schönheiten zu entdecken -ob zu Fuß, am Fahrrad oder mit der Kutsche. Und wer Lust auf Kultur hat, der sollte unbedingt die Hertesburg oder das Heimatmuseum mit in sein Programm aufnehmen.